Die Gemeinschaft der Vincentian Sisters von Mbinga findet Ihren Ursprung im Kloster von Untermarchtal an der Donau. Hier leben die Barmherzigen Schwestern von Untermarchtal nach den Regeln des Vinzenz von Paul, der sich gemeinsam mit Luise von Marillac schon vor 400 Jahren für die Armen und benachteiligten Menschen in Frankreich eingesetzt hat.
Von Untermarchtal zogen die ersten Schwestern 1960 nach Süd-Tansania um im Gebiet der heutigen Diocese Mbinga Armen, Kranken und Kindern beizustehen. Sie gründeten die Ordensgemeinschaft der Vincentian Sisters, die in Tansania gemeinsam mit Ihren afrikanischen Mitschwestern dem seit 400 Jahren bestehenden und heute hochaktuellen Vorbild folgen. Heute im Jahr 2006 sind die Vincentian Sisters mit 180 überaus aktiven tansanianischen Schwestern aus der Diocese Mbinga nicht mehr wegzudenken.
Im Konvent und dem angeschlossenen Internat in Mbinga leben zurzeit 150 Schwestern und Schülerinnen. Die Schwestern arbeiten in den Werkstätten, der Schule und der Krankenstation. Die Schülerinnen des Internats erhalten unter Anleitung von Sr. Caritas und Sr. Kaya hier eine solide Ausbildung in der eigenen Hauswirtschaftsschule und absolvieren nach zwei Jahren Lehrzeit die staatliche Prüfung zur Köchin oder wahlweise zur Schneiderin.
Die Werkstätten:In der Schreinerei, Schlosserei, Autowerkstatt und Schuhmacherei arbeiten Sie für den eigenen Bedarf aber auch darüber hinaus. So werden zahlreiche Schulen und Krankenstationen in der Diocese von hier aus mit soliden Möbeln versorgt. Schwester Agnesias Tische sind einwandfrei verarbeitet und die Fensterrahmen, die Ihre Werkstatt verlassen, sind auch nach Jahren noch in erstklassigem Zustand.
In der Schlosserei werden Tore, Schubkarren und andere Metallgegenstände gefertigt, sowie die täglich anfallenden Reparaturen durchgeführt. Dazu gehören auch alle Arbeiten an den Wasser-leitungen und Toiletten der 18 Außenstationen. Sr. Maria Agnes und dem Benediktinerbruder Otmar ist es zu verdanken, dass in allen Krankenstationen der Vincentian Sisters Wasser in sauberer Qualität aus einem gut gewarteten Leitungsnetz verfügbar ist.
Die Schlosserei arbeitet Hand in Hand mit der „Mechanischen Werkstatt“, die unter Leitung von Schwester Vincentia den kleinen Fuhrpark, vom Mercedes Lastwagen Baujahr 1960 bis zum Land Rover aus dem Jahr 1995, mit großer Sorgfalt pflegt und stets fahrbereit hält. Wichtig zu erwähnen ist auch die eigene Buchbinderei sowie die Schuhmacherwerkstatt in der Schwester Franca für fachgerecht gearbeitetes und individuelles Schuhwerk bei den Schwestern und Schülerinnen sorgt.